sonderschultypen
Johann Amos Comenius
sonderschultypen
Ignaz Heinrich von Wessenberg
     

Man unterscheidet folgende Sonderschultypen, die auf den jeweiligen Förderbedarf gezielt eingehen können:

Hieraus ergeben sich die jeweiligen sonderpädagogischen Fachrichtungen:

Der Begriff der Lernbehinderung existiert erst seit den 60er Jahren, als im Zuge einer Reformierung des Schulwesens die damaligen "Hilfsschulen" in "Schulen für Lernbehinderte" umbenannt wurden. In den 90ern erfolgte eine Umbenennung in Förderschule und Pädagogik der Lernförderung als Fachbegriff für Lernbehindertenpädagogik.

Über die Intelligenz eines Menschen sagen diese Begriffe im Grunde nichts aus, da eindeutig definierte und umrissene Bestimmungsmerkmale fehlen. Versuche einer allgemeingültigen Definition gibt es natürlich trotzdem:

Der Ausdruck "lernbehindert" scheint "das Phänomen der schwerwiegenden, umfänglichen und langandauernden Beeinträchtigung von Lernprozessen eines Menschen, zumeist verbunden mit deutlich normabweichenden Leistungs- und Verhaltensformen" , zu meinen .

Vereinfacht ausgedrückt gilt heutzutage ein Kind als förderungsbedürftig im Schwerpunkt Lernen, wenn es eine Förderschule besucht, sein Intelligenzquotient mehr als eine Standardabweichung unter dem Durchschnitt liegt und sein schulischer Rückstand auf einer Regelschule mindestens zwei Jahre beträgt.

Paradoxerweise können aber auch Kinder mit einem unterdurchschnittlichen IQ eine Regelschule besuchen, wenn sie dort entsprechend gefördert werden können.

Dieses zeigt, dass die Übergänge von normaler Intelligenz zur Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen und fließend sind.
(selbiges gilt im Übrigen auch für Hochbegabte)

In der Regel wird ein Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen erst nach der Einschulung festgestellt, da der Begriff Förderbedarf normalerweise über die Schulleistungen definiert wird.Vorher wird bei den Routineuntersuchungen von Entwicklungsverzögerung gesprochen.