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Der Königsbau und seine Umgebung
Auf Wunsch und nach Ansicht der Eltern
sollte der künftige Name
der Schule den Schülerinnen und Schülern unmittelbar verständlich
sein, so etwa, wie es durch die in Konstanz
verbreitete Praxis der Fall ist, die Namensgebung der Schulen am
Straßen-
oder am Gewann-
namen
Buchenberg anzulehnen. Wie kam es zu diesem Namen?
In alten Plänen
der Stadt Konstanz führt der
von der Gaststätte „Königsbau“ in nordöstliche
Richtung sanft ansteigende Höhenrücken die Bezeichnung
Buchenberg. Hier findet man auch den Buchenbergweg. Auf dem Gelände
unserer Schule stand bis 1960
ein stattliches Gebäude aus dem frühen 18.. Jahrhundert – die
Buchenbergtorkel. Der Name ist auf einen
Baron von Buchenberg zurückzuführen, dessen Familie im
18. und 19. Jahrhundert eben hier ein größeres
Weingut betrieb. Die Schule am Buchenberg führt mit diesem Namen
die Tradition vieler Schulen fort, sich
nach alten Ortsbezeichnungen zu benennen.
(Quelle: Rainer Meschenmoser „Der
Königsbau und seine
Umgebung“ In: Geschichte und Geschichten aus Konstanz, Constanz
und Constance Herausgeber: Delphin
Kreis 1989)
Buchenberg
Der
ehemalige "Buchenberg-Torkel", abgebrochen um 1960.
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Die Bezeichnung erfolgte sicherlich in Anlehnung eines Barons
von Buchenberg, der hier oben längere Zeit ein größere
Weingut besaß. Älteren Stadt-plänen ist zu entnehmen,
dass hier bis um die Jahr-hundertwende Reben standen.
Auf der Kuppe des Buchenbergs, etwa dort, wo sich heute der umfangreiche
Gebäudekomplex des Studienheims Sankt Konrad erhebt, stand bis
1960 der sogenannte »Buchenberg-Torkel«.Dieser ehe-mals
trutzige, zweigeschossige Bau mit dem mächtigen Satteldach,
hier bei dem Wetter besonders ausgesetzt, war einer der zahlreichen
Torkel oder Weinpressen, die einst im rechtsrheinische Stadtteil
betrieben wurden. Als sich der Rebbau auch in dieser Gegend nicht
mehr lohnte, wurde das Rebgebäude landwirtschaftlich genutzt,
und der Torkel wurde zur Scheune degradiert. Im Scheunenboden waren
bis zuletzt Vertiefungen auszumachen, aus denen zu schließen
ist, dass hier ehemals zwei Pressen aufgestellt waren, sogenannte »Torkel-bäume«.
An einem alten Balken im Innern war die Jahreszahl 1730 zu erkennen.
Einst war der Torkel im Besitz des schon erwähn-ten Barons
von Buchenberg. Danach wechselte er über die Familie Sulzberger
um 1930 an die Erzbischof-Hermann-Stiftung. diese plante bereits
damals ein neues Konradiheim (Schulheim). Der Ausbruch des Zweiten
Weltkrieges setzte jedoch des Bauplänen vorerst ein Ende. Die
anfänglichen Planungen des Erzbischöflichen Bauamtes in
den 50er Jahren wurden abgelehnt und mussten daraufhin variiert
werden. Grund der Beanstandung war, dass der geplante Neubau mit
seine langgestreckten Schaufront von der Stadt eine zu wirkungsvolle
Dominante gegen hätte. In einem damaligen Artikel des SÜDKURIER
rechtfertigte sich der Planer, Oberbaurat Max Schätzle vom Erzbischöflichen
Bauamt Konstanz, wie folgt: »(...).
Wie aber bei fas allen Konstanzer Bauvorhaben, die sich durch eine
großzügige, die Schablone sprengende Planung auszeichnen,
ist dann als Ergebnis der Beratungen in Ämtern und Ausschüssen
wieder ein Kompromiss herausgekommen, der nur teilweise befriedigen
kann.« Erst nachdem man die ‚Gebäude mehr in die
Tiefe des Hanges gegliedert hatte, wurde das Bauvorhaben genehmigt.
Im März 1960 war es dann soweit, der erste Spatenstich wurde
vollzogen. diesem Ereignis fiel kurz zuvor der alte Torkel mit den
beiden mächtigen Bäumen zum Opfer. Bereits zwei Jahre später,
am 9. Mai 1962, fand die Einweihung des großzügigen Bauwerks
aus West- und Ostflügel sowie dem Mitteltrakt bestehend, statt.
Rund 120 Schüler des damaligen Konradihauses an der Schillerstraße
(heute Konzilstraße) konnten ihr neues Heim beziehen.
(Quelle: Rainer Meschenmoser „Buchenberg“ In: Geschichte
und Geschichten aus Konstanz, Constanz und Constance Bd 3.
Herausgeber: Delphin Kreis)
2006 Aufnahme des Schulbetriebs der Buchenbergschule an diesem
Standort
(Gebäude des ehem. Suso Progymnasiums, bzw. Konradihaus "Sextanerflügel") |